Kurz zusammengefasst
Das Wichtigste vorab.
- Für Googles KI-Suche bleiben die bekannten SEO-Grundlagen relevant.
- Erklären Sie Leistungen anhand konkreter Entscheidungen Ihrer Kunden.
- Dokumentieren Sie reale Erfahrung und prüfen Sie Sichtbarkeit zusammen mit der Qualität Ihrer Anfragen.
1. SEO und GEO sauber einordnen
SEO bezeichnet die Arbeit an der Auffindbarkeit und verständlichen Darstellung einer Website in Suchmaschinen. Mit GEO, kurz für Generative Engine Optimization, meinen wir hier die Vorbereitung von Inhalten für Antworten generativer Suchsysteme. Für ein Unternehmen ist zunächst entscheidend, welches System betrachtet wird: Aussagen über Google lassen sich nicht automatisch auf alle KI-Angebote übertragen.
Google dokumentiert für AI Overviews und AI Mode keine zusätzlichen technischen Anforderungen oder speziellen Optimierungen. Eine Seite muss für die unterstützende Verlinkung indexiert und für die Darstellung eines Such-Snippets geeignet sein. Eine Aufnahme ist auch dann nicht zugesichert. Daraus folgt unsere Empfehlung: Prüfen Sie zuerst bestehende Grundlagen, bevor Sie ein separates Maßnahmenpaket ausschließlich unter dem Namen GEO einplanen.
2. Erreichbarkeit vor zusätzlichen Inhalten prüfen
Google nennt als technische Mindestbedingungen unter anderem einen zugänglichen Googlebot, eine erfolgreich ausgelieferte Seite und indexierbaren Inhalt. Eine vorgeschaltete Anmeldung kann den Zugriff verhindern. Diese Voraussetzungen ermöglichen die Berücksichtigung in der Suche; sie sagen noch nichts darüber aus, ob oder an welcher Position die Seite tatsächlich erscheint.
Für Ihre Prüfung empfehlen wir eine Liste der wichtigsten Angebotsseiten. Lassen Sie pro URL festhalten, ob sie öffentlich erreichbar ist, eine erfolgreiche Antwort liefert und Inhalte für die Indexierung bereitstellt. Ergänzen Sie eine zweite Prüfung aus Besuchersicht: Sind Leistung, Ansprechpartner und nächster Schritt auch auf dem Smartphone schnell erkennbar? Trennen Sie technische Fehler von inhaltlichen Lücken, damit Zuständigkeit und nächste Maßnahme eindeutig bleiben.
3. Eine konkrete Kundenfrage vollständig beantworten
Google empfiehlt hilfreiche Inhalte für Menschen und nennt unter anderem Eigenständigkeit, nachvollziehbare Quellen und erkennbare fachliche Kompetenz als Prüffragen. Daraus entwickeln wir für Unternehmensseiten eine einfache redaktionelle Methode: Schreiben Sie vor dem Text die Entscheidung auf, bei der die Seite helfen soll.
Eine Seite zur Immobilienfotografie könnte beispielsweise erklären, für welche Objekte die Leistung passt, welche Vorbereitung nötig ist und welche Bildformate anschließend zur Verfügung stehen können. Eine allgemeine Aussage wie „Wir setzen Immobilien in Szene“ beantwortet diese Fragen noch nicht. Benennen Sie den tatsächlichen Umfang, mögliche Varianten und Voraussetzungen. Wenn Umfang oder Ablauf erst vereinbart werden, schreiben Sie das ausdrücklich. Verlinken Sie anschließend nur solche weiteren Leistungen, die den beschriebenen Bedarf sinnvoll ergänzen.
Quelle: Google Search Central: Helpful, reliable, people-first content
4. Erfahrung so dokumentieren, dass sie überprüfbar wird
Unsere Empfehlung für Arbeitsbeispiele ist ein kurzes, wiederverwendbares Raster: Ausgangslage, Aufgabe, eigener Beitrag und veröffentlichbares Ergebnis. Beschreiben Sie, welche Leistung Sie selbst erbracht haben. Ein Kundenlogo allein beantwortet diese Frage nicht. Wenn ein Projekt gemeinsam mit anderen umgesetzt wurde, lässt sich der eigene Anteil entsprechend einordnen.
Belegen Sie Zahlen mit Zeitraum, Messgrundlage und Kontext. Liegen diese Angaben nicht vor, kann bereits eine sachliche Beschreibung der entstandenen Website, Produktion oder Kampagne hilfreich sein. Erfinden Sie keine Kennzahlen, um eine Referenz eindrucksvoller wirken zu lassen. Planen Sie außerdem einen verantwortlichen Ansprechpartner ein, der Inhalte prüfen kann, wenn Leistungen, Ansprechpartner oder Projektangaben aktualisiert werden müssen.
5. Fortschritt anhand mehrerer Beobachtungen bewerten
Für die interne Auswertung empfehlen wir drei getrennte Fragen: Werden relevante Seiten gefunden? Nutzen Besucher die angebotenen Kontaktwege? Passen die daraus entstehenden Anfragen zu Ihrem Unternehmen? Eine einzelne Kennzahl beantwortet diese Fragen selten gemeinsam. Halten Sie deshalb Änderungen an Seiten und Rückmeldungen Ihres Vertriebs in derselben Übersicht fest.
Wenn Sie Antworten von KI-Systemen beobachten, dokumentieren Sie Frage, Datum und verwendetes System. Behandeln Sie einzelne Treffer als Beobachtung. Eine einmalige Nennung eignet sich nicht als Beleg für dauerhafte Sichtbarkeit. Priorisieren Sie anschließend konkrete Verbesserungen: eine unbeantwortete Kundenfrage ergänzen, eine unklare Leistung präzisieren oder einen Kontaktweg vereinfachen. So bleibt die Arbeit eng mit dem Nutzen Ihrer Website verbunden.
6. Ein Entscheidungsbeispiel: neue Seite oder vorhandene Antwort verbessern?
Angenommen, ein Immobilienunternehmen möchte Eigentümer bei der Vorbereitung einer Vermarktung unterstützen. Auf der Website gibt es bereits eine Leistungsseite, einen kurzen Beitrag zur Fotografie und eine allgemeine Kontaktseite. Die wiederkehrende Frage lautet jedoch, welche Unterlagen vor dem ersten Gespräch sinnvoll sind. Unsere redaktionelle Empfehlung: Beginnen Sie bei dieser konkreten Lücke und prüfen Sie, an welcher Stelle die Antwort für Interessenten am besten auffindbar wäre.
Gehört die Vorbereitung unmittelbar zum beschriebenen Leistungsumfang, kann ein zusätzlicher Abschnitt auf der Leistungsseite genügen. Benötigt die Frage eine eigenständige Anleitung mit unterschiedlichen Situationen, kann ein Fachartikel passend sein. Verlinken Sie diesen dort, wo die Frage entsteht. Eine neue Seite ist dann begründet, wenn sie eine eigene Entscheidung erleichtert und ausreichend konkrete Informationen erhält.
Prüfen Sie auch die Grenzen des vorhandenen Materials. Sind nur allgemeine Aussagen verfügbar, führen Sie zunächst ein Gespräch mit den fachlich Verantwortlichen. Lassen Sie erläutern, wann die Empfehlung gilt, welche Ausnahmen vorkommen und welcher Schritt als Nächstes folgt. Kennzeichnen Sie ein vereinfachtes Beispiel als solches. Dadurch wird nachvollziehbar, was Leser auf ihre eigene Situation übertragen können.
Halten Sie die Entscheidung anschließend in Ihrer Themenplanung fest: beantwortete Frage, zuständige Person, bestehende Seite und offener Informationsbedarf. Wenn später weitere Texte entstehen, vergleichen Sie deren Aufgabe mit diesem Eintrag. So bleibt jede Veröffentlichung inhaltlich begründet und bestehende Antworten werden gezielt weiterentwickelt. Diese Arbeitsweise schafft eine klare Grundlage für die redaktionelle Pflege; sie enthält keine Zusage zu Suchpositionen oder Nennungen in KI-Antworten.
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Häufige Fragen
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Braucht jede Website eine spezielle GEO-Datei?
Für Googles AI Overviews und AI Mode verlangt die oben verlinkte Dokumentation keine neue KI-Textdatei und kein spezielles strukturiertes Markup. Für andere Systeme müssen deren jeweilige Anforderungen separat geprüft werden. Eine zusätzliche Datei ersetzt keine verständlichen und zugänglichen Inhalte.
Sollten wir für jede ähnliche Suchformulierung eine neue Seite erstellen?
Unsere Empfehlung lautet, Seiten nach unterschiedlichen Kundenbedürfnissen zu planen. Wenn zwei Texte dieselbe Entscheidung mit denselben Informationen unterstützen, ist eine gemeinsame, sorgfältig ausgearbeitete Seite häufig die klarere redaktionelle Lösung. Eine eigene Seite sollte einen eigenständigen Zweck erfüllen.
Quellen und weiterführende Informationen
- Google Search Central: AI features and your website
- Google Search Central: Technical requirements
- Google Search Central: Helpful, reliable, people-first content
Die Checklisten und Abläufe sind eine praktische Orientierung. Welche Maßnahmen passen, hängt von Ihrem Unternehmen, Ihren Zielen und den vorhandenen Grundlagen ab.
