Kurz zusammengefasst

Das Wichtigste vorab.

  • Leiten Sie Arbeitgeberaussagen aus tatsächlichen Arbeitsbedingungen und nachvollziehbaren Beispielen ab.
  • Ergänzen Sie für jede Stelle die spezifischen Aufgaben, Anforderungen und Rahmenbedingungen.
  • Prüfen Sie, ob Kommunikation, Gespräch und Bewerbungsablauf dieselben Erwartungen vermitteln.

Schaffen Sie eine gemeinsame Grundlage für die Kommunikation

LinkedIn beschreibt im Employer-Branding-Handbuch den Zusammenhang zwischen gelebter Unternehmenskultur und ihrer Darstellung gegenüber Bewerbenden. Das Handbuch empfiehlt, verschiedene interne Beteiligte einzubeziehen und Arbeitgeberaussagen mit der tatsächlichen Arbeitssituation abzugleichen. Für Ihre Planung bedeutet das: Beginnen Sie mit einem gemeinsamen Verständnis dessen, was Ihr Unternehmen als Arbeitsplatz konkret ausmacht.

Sammeln Sie dazu Aussagen aus unterschiedlichen Rollen und Bereichen. Fragen Sie nach Einarbeitung, Zusammenarbeit, Verantwortung und Arbeitsorganisation. Halten Sie fest, welche Bedingungen im gesamten Unternehmen gelten und wo Unterschiede bestehen. Eine allgemeine Aussage wie „Sie arbeiten eigenverantwortlich“ benötigt eine Erläuterung: Welche Entscheidungen werden selbst getroffen und bei welchen Themen unterstützt eine Führungskraft?

Quelle: LinkedIn: The essential employer branding handbook

Machen Sie Aussagen mit passenden Beispielen verständlich

Ordnen Sie jeder wichtigen Arbeitgeberaussage ein nachvollziehbares Beispiel zu. Wenn strukturierte Einarbeitung beschrieben wird, sollten Ablauf und Ansprechpartner erklärt werden können. Wenn fachlicher Austausch hervorgehoben wird, hilft ein konkreter Einblick in eine dafür vorgesehene Arbeitssituation. Wählen Sie Beispiele, die Beschäftigte als zutreffend wiedererkennen und die Außenstehenden ohne zusätzliche Erklärung verständlich sind.

Fotos und Videos können solche Inhalte begleiten. Ein Mitarbeiterporträt sollte deshalb mehr leisten als eine allgemeine Zufriedenheitsbekundung: Welche Aufgabe übernimmt die Person, wie arbeitet sie mit anderen zusammen und welche Unterstützung nutzt sie? Stimmen Sie die Darstellung mit den Beteiligten ab. Zeigen Sie Unterschiede zwischen Tätigkeiten offen, damit ein einzelnes Beispiel nicht als Zusage für sämtliche Stellen verstanden wird.

Ergänzen Sie für jede Suche die entscheidenden Details

Eine gemeinsame Arbeitgeberdarstellung beantwortet noch nicht, ob eine bestimmte Stelle zu einer Person passt. Ergänzen Sie konkrete Aufgaben, notwendige Voraussetzungen, Arbeitsort und Arbeitsmodell. Benennen Sie auch die organisatorische Einbindung: Mit wem arbeitet die Person zusammen, wer ist fachlich zuständig und welche Fragen lassen sich vor einer Bewerbung klären?

Angenommen, ein Unternehmen sucht Mitarbeitende für ein Team vor Ort und für eine überwiegend digitale Beratung. Beide Tätigkeiten können gemeinsame Werte und Standards haben, unterscheiden sich aber in ihrem Arbeitsalltag. Prüfen Sie Anzeigen, Stellenseiten und Bildmaterial für jede Rolle getrennt. Ein Vorteil, der nur für eine Tätigkeit gilt, sollte genau dort erklärt werden und nicht ungeprüft in die allgemeine Arbeitgeberkommunikation wandern.

Gleichen Sie den Bewerbungsweg mit Ihren Aussagen ab

Wenn persönliche Betreuung ein Teil Ihrer Arbeitgeberdarstellung ist, muss klar sein, wer Fragen beantwortet und den nächsten Schritt organisiert. Beschreiben Sie auf der Stellenseite, wie Bewerbungen eingehen und was anschließend geschieht. Vereinbaren Sie intern, wer Informationen weitergibt und wer Rückmeldungen koordiniert. Der Ablauf sollte auch bei Abwesenheiten nachvollziehbar bleiben.

Prüfen Sie mit einer Beispielbewerbung, ob die angekündigten Schritte tatsächlich funktionieren. Werden die Angaben der richtigen Stelle zugeordnet? Kennt die Person im Erstgespräch die veröffentlichten Bedingungen? Werden offene Fragen aus der Bewerbung aufgegriffen? Dokumentieren Sie Abweichungen und klären Sie die Ursache. Manchmal muss ein Prozess geändert werden, manchmal ist eine Formulierung zu allgemein und sollte präzisiert werden.

Pflegen Sie Arbeitgeberinhalte über einzelne Suchphasen hinaus

Unterscheiden Sie Inhalte mit dauerhaftem Erklärungswert von Angaben, die an eine offene Stelle gebunden sind. Eine sachliche Darstellung der Einarbeitung kann länger relevant bleiben, während Aufgaben oder Zuständigkeiten einer konkreten Position aktualisiert werden müssen. Halten Sie Verantwortliche und Prüfbedarf in einer gemeinsamen Übersicht fest, damit überholte Angaben erkannt werden.

Nutzen Sie Fragen aus Gesprächen als Hinweis auf fehlende Informationen. Wenn Interessierte regelmäßig dieselbe Bedingung anders verstehen, prüfen Sie deren Darstellung an allen Kontaktpunkten. anwision unterstützt Unternehmen in Hamburg mit Arbeitgeberpositionierung, Recruitingkampagnen, Karriereseiten und Foto- sowie Videoinhalten. Die passende Zusammenarbeit verbindet gemeinsame Aussagen über das Unternehmen mit den konkreten Informationsbedürfnissen der jeweils gesuchten Rolle.

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Häufige Fragen

Noch eine Frage?

Muss die Arbeitgebermarke fertig sein, bevor eine Stelle beworben wird?

Eine konkrete Suche kann auf einer klaren, bestätigten Grundlage beginnen. Ungeklärte Arbeitgeberaussagen sollten dabei nicht vorweggenommen werden. Halten Sie fest, welche Informationen bereits belastbar sind und welche Themen später gemeinsam weiterentwickelt werden müssen.

Können Recruitingvideos auch für die allgemeine Arbeitgeberkommunikation verwendet werden?

Ja, sofern Aussagen und gezeigte Situationen dafür geeignet und entsprechend freigegeben sind. Prüfen Sie, ob der Inhalt an eine bestimmte Stelle gebunden ist. Rollenbezogene Bedingungen müssen auch bei einer späteren Verwendung eindeutig eingeordnet bleiben.

Quellen und weiterführende Informationen

Die Checklisten und Abläufe sind eine praktische Orientierung. Welche Maßnahmen passen, hängt von Ihrem Unternehmen, Ihren Zielen und den vorhandenen Grundlagen ab.