Kurz zusammengefasst

Das Wichtigste vorab.

  • Beschreiben Sie die geschäftliche Aufgabe und die Entscheidung Ihrer Zielgruppe möglichst konkret.
  • Trennen Sie bestätigte Rahmenbedingungen, eigene Annahmen und noch offene Fragen.
  • Vereinbaren Sie vor der Umsetzung, wer Informationen liefert, entscheidet und Ergebnisse prüft.

Beschreiben Sie die Ausgangslage aus Sicht des Unternehmens

Beginnen Sie mit dem Anlass für das Projekt. Soll ein neues Angebot verständlich werden, fehlen passende Anfragen oder ist die bisherige Außendarstellung nicht mehr aktuell? Beschreiben Sie, woran sich das Problem im Alltag zeigt. „Wir brauchen mehr Sichtbarkeit“ ist ein Anfang; konkrete Rückfragen aus Kundengesprächen helfen bei der weiteren Einordnung.

Halten Sie fest, welche bisherigen Maßnahmen existieren und welche Beobachtungen dazu vorliegen. Kennzeichnen Sie Annahmen ausdrücklich: Vielleicht vermuten Sie, dass Interessenten eine Leistung nicht verstehen, haben aber noch keine Rückmeldungen ausgewertet. Diese Unterscheidung hilft der Agentur, zuerst die passende Frage zu untersuchen. Stellen Sie auch bestehende Materialien bereit, etwa Angebotsunterlagen, veröffentlichte Seiten und die derzeitige Beschreibung Ihrer Leistungen.

Formulieren Sie die gewünschte Entscheidung Ihrer Zielgruppe

Beschreiben Sie, für wen das Projekt gedacht ist und in welcher Situation diese Personen Ihr Angebot benötigen. Berufsbezeichnungen oder Branchen allein reichen dafür oft nicht aus. Ergänzen Sie die Aufgabe, die vor einer Entscheidung geklärt werden muss: einen Anbieter vergleichen, einen Leistungsumfang einschätzen oder eine interne Freigabe vorbereiten.

Für eine Kampagne gehört auch der Übergang von der Anzeige zur Website ins Briefing. Google empfiehlt, die Aussage einer Anzeige mit dem Inhalt und der Handlung auf der Zielseite abzustimmen. Unsere Empfehlung für Ihre Vorbereitung: Formulieren Sie die Erwartung nach dem Klick und nennen Sie die Informationen, die Besucher dort finden sollen. So können Text, Gestaltung und Kontaktweg auf dieselbe Aufgabe ausgerichtet werden.

Quelle: Google Ads: Anzeigen und Landingpages optimieren

Trennen Sie gewünschte Ergebnisse von Umsetzungsideen

Notieren Sie, was am Ende vorliegen und einsetzbar sein soll. Dazu können eine überarbeitete Leistungsseite, Fotos für konkrete Anwendungen oder eine laufende redaktionelle Betreuung gehören. Beschreiben Sie jeweils den späteren Einsatz. Eine Wunschliste mit einzelnen Formaten beantwortet noch nicht, welche Inhalte benötigt werden und wie diese zusammenarbeiten sollen.

Nennen Sie vorhandene Rahmenbedingungen wie Veröffentlichungstermine, interne Kapazitäten, technische Systeme und den verfügbaren Budgetrahmen. Markieren Sie, was zwingend gilt und was besprochen werden kann. Wenn beispielsweise bereits eine Website vorhanden ist, sollte geklärt werden, wer Änderungen daran umsetzt. Bei einer Produktion gehört ins Briefing, welche Personen und Räume verfügbar sind. Offen benannte Grenzen helfen bei einer realistischen Planung und einer nachvollziehbaren Priorisierung.

Legen Sie Zuständigkeiten und Rückmeldungen fest

Benennen Sie eine Person, die Rückfragen bündelt und Entscheidungen koordiniert. Weitere Fachverantwortliche können Inhalte prüfen, ohne dass jede Rückmeldung ungeordnet in die Umsetzung gelangt. Halten Sie fest, welche Themen fachliche Freigaben benötigen und wer über Gestaltung, Formulierungen sowie Veröffentlichung entscheidet. Klären Sie diese Rollen, bevor erste Entwürfe entstehen.

Vereinbaren Sie außerdem, wie Ergebnisse beurteilt werden. Bei einer Website kann das bedeuten, dass Leistungsumfang und Anfrageweg anhand einer konkreten Besuchersituation geprüft werden. Bei einer Produktion können Motivliste und vereinbarte Verwendungszwecke die Grundlage bilden. Kommentare wie „wirkt noch nicht richtig“ sollten in eine prüfbare Rückfrage übersetzt werden: Welche Aussage fehlt, welche Erwartung wird nicht erfüllt oder welcher nächste Schritt bleibt unklar?

Prüfen Sie das Briefing mit einem einfachen Gegenlesen

Geben Sie den Entwurf einer Person, die bisher nicht an der Planung beteiligt war. Kann sie erklären, worum es geht, für wen das Projekt gedacht ist und welche Ergebnisse gebraucht werden? Unklare Stellen markieren häufig Punkte, die auch in einem Agenturgespräch zunächst geklärt werden müssten. Ergänzen Sie fehlende Zusammenhänge, ohne bereits jede kreative Entscheidung vorwegzunehmen.

Vergleichen Sie anschließend Angebote anhand derselben Aufgabenbeschreibung. Achten Sie darauf, welche Leistungen enthalten sind, welche Informationen Sie liefern müssen und welche Schritte separat vereinbart werden. anwision begleitet Unternehmen in Hamburg mit strategischer Beratung, kreativer Produktion und digitaler Umsetzung. Ein abgestimmtes Briefing schafft dafür eine gemeinsame Grundlage; der konkrete Projektumfang entsteht aus Ihren Zielen, den vorhandenen Materialien und den geklärten Verantwortlichkeiten.

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Häufige Fragen

Noch eine Frage?

Müssen wir das Briefing vollständig allein erstellen?

Nein. Sammeln Sie zunächst die Informationen, die bereits vorliegen, und kennzeichnen Sie offene Fragen. Ein gemeinsames Gespräch kann daraus eine belastbare Aufgabenbeschreibung entwickeln. Hilfreich ist, wenn fachliche und organisatorische Ansprechpartner daran beteiligt sind.

Soll das Briefing bereits Gestaltungsvorgaben enthalten?

Vorhandene Markenregeln, notwendige Inhalte und funktionale Anforderungen gehören hinein. Referenzen können eine gewünschte Richtung erklären. Begründen Sie dabei, was Ihnen daran wichtig ist, damit die Gestaltung aus Ihrer Aufgabe und Ihrer Marke entwickelt werden kann.

Quellen und weiterführende Informationen

Die Checklisten und Abläufe sind eine praktische Orientierung. Welche Maßnahmen passen, hängt von Ihrem Unternehmen, Ihren Zielen und den vorhandenen Grundlagen ab.